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ETFs & Passives Investieren

Wie funktionieren ETFs? Einsteigerfreundliche Erklärung für Neuinvestoren

Viktor KaiAktualisiert am 2. September 2025
Viktor Kai
28.08.2025

ETFs: Einfach und kostengünstig investieren mit Indexfonds

Stellen Dir vor, der Finanzmarkt ist ein riesiger Garten. Statt einzelne Blumen zu pflanzen, die viel Pflege und Risiko bedeuten, kannst Du mit speziellen Werkzeugen in ganze Blumenwiesen investieren – einfach, diversifiziert und mit weniger Aufwand. Genau das ermöglichen ETFs (Exchange Traded Funds). Diese börsengehandelten Indexfonds bieten Anlegern eine einfache Möglichkeit, breit gestreut, kostengünstig und flexibel in verschiedene Anlageklassen zu investieren. Besonders für Einsteiger sind ETFs ideal, denn sie erlauben mit wenigen Schritten Zugang zu weltweiten Aktienmärkten – etwa über beliebte Indizes wie den MSCI World oder den S&P 500. Dieser Leitfaden liefert das Praxiswissen, um im Jahr 2025 einen eigenen ETF-Sparplan zu starten und langfristigen Vermögensaufbau zu betreiben.

  • Kostengünstig investieren mit ETFs

    ETFs überzeugen mit geringen Gebühren, wie einer niedrigen Total Expense Ratio (TER), und sind oftmals günstiger als traditionelle Fonds.

  • Breite Auswahl an ETFs

    Anbieter wie iShares, Xtrackers, Amundi oder UBS bieten Aktien-ETFs, Anleihen-ETFs und spezielle Themenfonds. Dadurch lässt sich für jeden Anlageschwerpunkt das Passende finden.

  • Einfache Handhabung von ETFs

    Ein ETF-Sparplan ermöglicht bereits ab kleinen monatlichen Beträgen eine automatisierte Geldanlage.

 

ETFs zählen zu den effektivsten Methoden für langfristigen Vermögensaufbau.

Was Anleger über ETFs wissen sollten – die Grundlagen

Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen zugrunde liegenden Index wie den MSCI, FTSE All-World oder Euro Stoxx Banks automatisch und passiv nachbildet – ganz ohne aktiven Fondsmanager. Im Unterschied zu klassischen Investments werden ETFs fortlaufend an der Börse wie eine Aktie gehandelt und sind dabei meist deutlich günstiger.

  • Wichtige Begriffe bei ETFs

    • Total Expense Ratio (TER): Diese Kennzahl gibt die jährlichen Gesamtkosten eines ETF an.
    • Replikation: Beschreibt, wie der Index nachgebildet wird: physisch (durch den direkten Kauf der entsprechenden Aktien) oder synthetisch (mittels Swaps).
    • Thesaurierung vs. Ausschüttung: Erträge werden entweder direkt wieder im Fonds angelegt (thesaurierend) oder an die Anleger ausgezahlt (ausschüttend).
  • Arten von ETFs

    • Aktien-ETFs: Investieren weltweit, regional (etwa in developed oder emerging markets) oder fokussiert auf bestimmte Branchen.
    • Anleihen-ETFs: Deckung von Rentenmärkten verschiedener Bonitäten und Laufzeiten.
    • Rohstoff-ETFs: Investitionen in Rohstoffe wie Gold oder spezielle Themenfonds wie Clean Energy.
    • Geldmarkt-ETFs: Dienen der kurzfristigen Geldanlage.

 

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Schritt 1: Die passende Anlagestrategie für ETFs definieren

  1. Anlageziel festlegen

    Zunächst solltest Du genau definieren, wofür gespart wird – sei es für die Altersvorsorge, den Immobilienkauf oder den langfristigen Vermögensaufbau.

  2. Anlagehorizont bestimmen

    Die Frage ist, ob kurzfristig (etwa 3 Jahre) oder langfristig (10 Jahre und mehr) investiert werden soll. Für Top-ETFs auf den MSCI World oder S&P 500 empfiehlt sich ein langer Horizont, um Kursschwankungen ausgleichen zu können.

  3. Risikoprofil einschätzen

    Wie viel Wertschwankung kannst Du mental und finanziell aushalten? Eine Streuung über verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen-ETFs und Geldmarkt-ETFs erhöht die Diversifikation und senkt das Risiko im Portfolio.

  4. Diversifikation nutzen

    Es ist ratsam, in einen breit aufgestellten Indexfonds zu investieren anstatt in einen einzelnen Aktienfonds. ETF-Finder diversifizierter Anbieter wie iShares, Amundi, Invesco oder UBS helfen bei der Auswahl kluger Investments.

Tools wie ein Fondsfinder oder Rechentools können bei der Entwicklung der Anlagestrategie unterstützen.

Schritt 2: Den richtigen ETF finden

  • Wichtige Auswahlkriterien für ETFs

    • Fondsgröße und Alter des Fonds: Eine Mindestgröße von 100 Millionen Euro sowie ein gewisses Alter der Fonds weisen auf Stabilität hin.
    • Tracking-Differenz: Eine geringe Abweichung zur Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index ist wünschenswert.
    • Replikationsmethode: Physische Replikation ist meist transparenter als synthetische.
    • Ertragsverwendung: Thesaurierend oder ausschüttend, je nach Steuer und Anlageziel.
  • ETF-Empfehlungen für Einsteiger

    • MSCI World (UCITS): Ermöglicht globales Investieren mit meist hoher Diversifikation.
    • S&P 500: US-Fokus mit in vielen Zeiträumen bester Wertentwicklung.
    • FTSE All-World: Inklusive Emerging Markets, was eine breitere Streuung bietet.
    • Euro Stoxx Banks: Als Beimischung für europäische Bankwerte.
  • Top-Anbieter und Plattformen

    Führende Anbieter sind iShares ETFs (BlackRock), Xtrackers, Amundi, UBS und Deka. Empfohlene Plattformen wie Smartbroker, Trade Republic oder Scalable Capital bieten eine breite ETF-Auswahl ohne Ausgabeaufschlag.

 

MSCI World ETF Checkliste: So findest du aus den 21 ETFs auf den MSCI World den passenden für Dich und Dein Depot.

Schritt 3: Das passende Depot und Broker auswählen

Ein Wertpapierdepot eröffnen

Ein Wertpapierdepot ist notwendig für den Kauf von ETFs und die Einrichtung von Sparplänen. Vergleichsportale können hier bei der Auswahl helfen.

Vergleich bekannter Broker

  • Comdirect, ING, Consorsbank: Viele Anleger schätzen die große Auswahl, einfache Depoteröffnung und oft spezielle Neukundenaktionen.
  • Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker, Flatex, Justtrade, Traders Place: zeichnen sich durch sehr niedrige Gebühren und moderne Apps aus.
  • 1822direkt, Deka: Stark in der regionalen Präsenz.
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Schritte zur Depoteröffnung

  1. Online registrieren unter Bereithaltung der erforderlichen Daten.
  2. Identität per Video- oder Post-Ident-Verfahren bestätigen.
  3. Freischaltung abwarten; ein persönliches Verrechnungskonto wird verknüpft.

Wichtige Überlegungen bei der Auswahl

Anleger sollten auf Kosten pro Order und Sparplanausführung, die Auswahl an Handelsplätzen und ETFs, die Sparplanfähigkeit sowie den Bedienkomfort der Apps achten. Viele Broker bieten im Jahr 2025 bereits ETF-Sparpläne ab 1 Euro monatlich an.

Schritt 4: Den ETF-Sparplan einrichten

Ein ETF-Sparplan ist die einfachste Methode, regelmäßig und schon mit kleinen Beträgen (oft ab 1 Euro) am Kapitalmarkt teilzunehmen. Große Broker wie Trade Republic, Comdirect, ING oder Scalable Capital erleichtern die Einrichtung.

  1. Im Broker-Depot den gewünschten ETF (etwa den MSCI World von iShares oder Amundi) über Name, ISIN oder WKN auswählen.
  2. Die Sparrate festlegen (zum Beispiel 25, 50 oder 100 Euro pro Monat).
  3. Das Ausführungsintervall (monatlich, quartalsweise etc.) und den Tag wählen.
  4. Das SEPA-Lastschriftmandat bestätigen, damit der Betrag automatisch abgebucht wird.
  5. Mit einem Klick auf „Sparplan einrichten“ ist der Vorgang abgeschlossen.

Der Cost-Average-Effekt: Durch regelmäßige Einzahlungen kaufen Anleger bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei höheren weniger, was die Rendite langfristig stabilisiert. Dieser Durchschnittskosteneffekt wird oft unterschätzt.

Praxistipps für den ETF-Sparplan

  • Besser klein beginnen und die Sparrate jährlich erhöhen, um der Inflation entgegenzuwirken.
  • Tools der Broker nutzen oder Sparplan-Vergleiche heranziehen.
  • Der Sparplan kann jederzeit pausiert oder angepasst werden.

 

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Schon eine monatliche Sparrate von 25 Euro kann bei 7 % Rendite in sieben Jahren ein Vermögen von etwa 2.600 Euro generieren.

Schritt 5: Das ETF-Depot pflegen und optimieren

  • Regelmäßige Überprüfung

    Mindestens einmal im Jahr sollte das Depot überprüft werden (Gesamtguthaben, Rendite, Portfolioaufteilung). Digitale Tools können dabei unterstützen.

  • Rebalancing anwenden

    Verschiebungen zwischen Anlageklassen, wie Aktien und Anleihen-ETFs, sollten korrigiert werden, um das Risiko zu steuern. Ein jährliches Rebalancing ist oft ausreichend.

  • Steuern beachten

    Gewinne über dem Sparer-Pauschbetrag unterliegen der Abgeltungsteuer. Es gibt Unterschiede zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs, etwa bezüglich der Vorabpauschale.

  • Umgang mit Kursschwankungen

    Schwankungen an den Märkten sind normal. Anleger sollten den Sparplan auch in Krisenzeiten fortführen. Nicht verkaufen, sondern langfristig bleiben, ist ein Schlüssel zum Erfolg.

Häufige Fehler vermeiden und hilfreiche Tipps für Anleger

  • Keine Panikverkäufe

    Junge und langfristig denkende Anleger profitieren davon, wenn sie durchhalten und nicht bei jedem Crash verkaufen.

  • Kostenfallen meiden

    Es ist wichtig, auf versteckte Gebühren bei Sparplänen und Fonds zu achten. Viele Broker bieten gebührenfreie Top-ETFs und spezielle Aktionen an.

  • Nicht jedem Trend folgen

    Themen-ETFs, wie Clean Energy, können eine interessante Beimischung sein, doch der Fokus sollte immer auf bewährten, breit gestreuten Indexfonds liegen.

  • Geduld üben

    Langfristigkeit schlägt Timing. Hold-Strategien mit ETFs bringen Studien zufolge bessere Rendite als ständiges Umschichten des Portfolios.

 

Sparplan-Rechner und Portfolio-Übersichten können helfen, die eigene Strategie regelmäßig zu prüfen und Fehler zu vermeiden.

Fazit und nächste Schritte für den ETF-Einstieg

ETFs ermöglichen einen unkomplizierten Einstieg in den Finanzmarkt. Mit einer klaren Strategie, breiter Diversifikation und einem kostengünstigen Broker sind Anleger optimal für den langfristigen Vermögensaufbau aufgestellt. Digitale Tools wie ETF-Finder, Portfolio-Tracker und regelmäßige Informationen über aktuelle Top 10 ETFs und Anlagetipps auf spezialisierten Plattformen sind dabei hilfreich.

  • Jetzt starten in ETFs

    Beginne mit einer Bedarfsanalyse und der Eröffnung eines Depots. Finde den passenden ETF, richte einen Sparplan ein – und bleib flexibel!

  • Zur Vertiefung von ETF-Wissen

    • Buchempfehlungen bieten fundiertes Wissen über Indexfonds und ETFs.
    • Online-Tools wie ETF-Finder, Fondsanalyse-Services und Brokervergleiche unterstützen bei der Entscheidungsfindung.
    • Podcasts und YouTube-Kanäle liefern aktuelle News zu ETFs.
  • Wann sich Expertenrat lohnt

    Bei komplexen steuerlichen Fragen, einem Vermögen über 100.000 Euro oder besonderen beruflichen oder familiären Sondersituationen empfiehlt sich die Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters. Selbstverwaltung ist smart, aber Hilfe zu suchen ist kein Fehler.

 

Ein disziplinierter Start eines ETF-Sparplans, Geduld und ein kostengünstiges Portfolio sind der Schlüssel zu mehr finanzieller Freiheit.

FAQ

Was sind ETFs und wie funktionieren sie?

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die passiv einen zugrunde liegenden Index abbilden. Sie ermöglichen Anlegern, kostengünstig und breit diversifiziert in verschiedene Anlageklassen zu investieren.

Welche Vorteile bieten ETFs gegenüber klassischen Fonds?

ETFs zeichnen sich durch niedrigere Kosten, hohe Transparenz und Flexibilität aus, da sie wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Zudem entfällt die Notwendigkeit eines aktiven Fondsmanagers.

Wie wähle ich den richtigen ETF für mein Portfolio aus?

Wichtige Kriterien sind die Fondsgröße, Kosten (TER), Tracking-Differenz, Replikationsmethode und die Ertragsverwendung. Zudem sollte der ETF zum eigenen Anlageziel und Risikoprofil passen.

Was muss ich beim Einrichten eines ETF-Sparplans beachten?

Wähle den passenden ETF über eindeutige Kennzahlen wie ISIN, leg eine Sparrate und ein Ausführungsintervall fest und bestätige das Lastschriftmandat. Regelmäßiges Investieren nutzt den Cost-Average-Effekt.

Wie sollte ich mein ETF-Depot langfristig verwalten?

Pflege Dein Depot durch jährliche Überprüfungen, Rebalancing und Beachtung steuerlicher Aspekte. Vermeide Panikverkäufe und bleib diszipliniert, um von langfristigem Wachstum zu profitieren.

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